Heute ist der internationale Tag der Bildung und erinnert an das Versprechen der Weltgemeinschaft, bis zum Jahr 2030 allen Menschen den Zugang zu hochwertiger Bildung zu ermöglichen. Dieser Gedenktag wird seit 2018 am 24. Januar jeden Jahres gefeiert. Er wurde von der UNESCO ins Leben gerufen – entsprechend SDG 4.

“Weltweit sind 222 Millionen Kinder und Jugendliche im schulfähigen Alter von Notsituationen und lang anhaltenden Konflikten betroffen. Durch Kriege, Flucht, die Folgen des Klimawandels und die COVID-19 Pandemie hat sich die Zahl seit 2016 verdreifacht. Von den 222 Millionen Kindern und Jugendlichen gehen 78 Millionen nicht in die Schule”, berichtet das BMZ dazu.

Global kann der Verein sii-kids & -talents e.V. aus Reinfeld, sowie deren Gemeinschaftsbuch „Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule“ (#Buch_NBNS) nicht wirken, aber national können Mitglieder und Autor:innen durchaus zur Veränderung des Bildungssystems beitragen.


Passend zum Tag der Bildung steht in der Einleitung des Buches (Seite 15):

Bei SDG 4 der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN geht es um inklusive, gleichberechtigte und chancengerechte kurz: um hochwertige Bildung, die gewährleistet werden und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern soll.

  • Aber wie kann das gelingen, wenn der Lehrkräftemangel stetig steigt und Deutschland im Bereich der digitalen Bildung im weltweiten Vergleich hinterherhinkt?
  • Wie kann eine nachhaltige (Schul-) Entwicklung realisiert werden, wenn ständig neue Herausforderungen anstehen?
  • Wie können unsere Kinder und Jugendlichen dennoch nachhaltig auf ihre zukünftige Lebens- und Arbeitswelt vorbereitet werden?

Auf diese und weit mehr Fragen stehen in unserem #Buch_NBNS Antworten!


Heute verlosen wir drei Buch-Exemplare (1 Print, 2 E-Books).

Zum Teilnehmen gehe einfach auf: https://sii-talents.de – es wird sich ein PopUp-Formular dafür öffnen – oder, sofern Du auf diesem Blogbeitrag bist: scrolle nach unten.


Teilnahmeschluss: Samstag, 27.01.24, 24 Uhr. Es entscheidet das Los.

Inhalt / Buchbeschreibung:

Transformation zu einer nachhaltigen und digitalen Welt? PISA? Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN können auch für das Bildungssystem nutzbar gemacht werden – das ist gut für Lehrkräfte und Schüler:innen sowie eine nachhaltige Entwicklung der Schulen, und der Welt.

Wie sieht eine nachhaltige Schule aus, wie zukunftsfähige, digitale und sozial-gerechte Bildung?

Das Buch gibt Antworten auf solche Fragen. Es geht um nachhaltige (digitale) Bildung, Zukunftskompetenzen, Draußen-Lernen, aber auch um Persönlichkeits-, Kreativitäts- und Begabungsentfaltung, Teamentwicklung, starke Schulgemeinschaften etc. mit praxisnahen Ideen und Aspekten aus Psychologie, Sozial- und Sonderpädagogik.  Darüber hinaus bietet es Anregungen für die Vermittlung von BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) und digitalen Kompetenzen in Vorbereitung auf #PISA2025.

Geschrieben wurde es von einer Gruppe unabhängiger Autoren:innen – Menschen aus der Praxis. Mit dabei: Deutscher Schul-, UNESCO- sowie Projekt N-Preisträger!


Bestellung des Buches “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule”

Format: Print (Softcover, neu) mit 396 Seiten.

ISBN: 978-3-9826094-2-3

(andere Formate und Möglichkeiten, schau hier)

Preis: 39 € zzgl. Versandgebühren, zu bezahlen per Paypal an: spenden@sii-kids.de


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    2022 haben wir das Gemeinschaftsbuch “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule” geschrieben und kostenfrei als PDF verschenkt. Nun gibt es die Neuauflage mit einem neuen Beitrag zu PISA und das Buch auch als Printwerk.


    Unser Buch wurde als digitale Version mehr als 4.000-mal im Wert von rund 100.000 € von Multiplikatoren (Lehrkräften, Wissenschaftlern und Privatpersonen) heruntergeladen – kostenfrei.
    Unser Ziel war gewesen, Ideen und Inhalte des Buches einer möglichst großen Anzahl an Menschen niederschwellig zugänglich zu machen. Doch um unsere eigentliche Non-Profit-Arbeit mit Kinder- und Jugend-Angeboten durchführen zu können, und weil unser Verein fortbestehen soll, wofür er finanzielle Mittel braucht, möchten wir unser Buch nunmehr zu einem fairen Preis auch gedruckt anbieten. Die Autoren:innen spenden ihre Beiträge für die gemeinnützigen Zwecke des Vereins!

    Buchtitel:

    “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule”

    Inhalt / Buchbeschreibung:

    Transformation zu einer nachhaltigen und digitalen Welt? PISA? Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN können auch für das Bildungssystem nutzbar gemacht werden – das ist gut für Lehrkräfte und Schüler:innen sowie eine nachhaltige Entwicklung der Schulen, und der Welt.

    Wie sieht eine nachhaltige Schule aus, wie zukunftsfähige, digitale und sozial-gerechte Bildung?

    Das Buch gibt Antworten auf solche Fragen. Es geht um nachhaltige (digitale) Bildung, Zukunftskompetenzen, Draußen-Lernen, aber auch um Persönlichkeits-, Kreativitäts- und Begabungsentfaltung, Teamentwicklung, starke Schulgemeinschaften etc. mit praxisnahen Ideen und Aspekten aus Psychologie, Sozial- und Sonderpädagogik.  Darüber hinaus bietet es Anregungen für die Vermittlung von BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) und digitalen Kompetenzen in Vorbereitung auf #PISA2025.

    Geschrieben wurde es von einer Gruppe unabhängiger Autoren:innen – Menschen aus der Praxis. Mit dabei: Deutscher Schul-, UNESCO- sowie Projekt N-Preisträger!

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    „Erstaunlicherweise wird in der aktuellen Diskussion über die schlechtesten PISA-Ergebnisse aller Zeiten, der Kompetenzabstieg der Leistungsstarken, um fast 50 % im 10-Jahresvergleich, kaum beachtet“, meint Susanne Braun-Speck vom sii-kids & -talents e.V. aus Reinfeld (Holstein), auch Herausgeberin des Gemeinschaftsbuches „Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule“ (siehe Blogbeitrag). 


    Laut der PISA-TUM Analyse für Deutschland (Seite 10) machen die leistungsstarken Schüler:innen (Kompetenzstufe 5 und 6), die auch komplexe Aufgabenstellungen mit wenig gegebenen Informationen lösen können, insgesamt nur noch 9 % aus.  Im Jahr 2018 waren es noch 13 %, 2012 waren es 17 % – also sind im Zehnjahresvergleich in 2022 nur noch rund halb so viele Schüler:innen fähig, Leistungsstufe 5 und 6 zu erreichen. Am Gymnasium beträgt der Anteil leistungsstarker Schüler:innen 21 %, während dieser 2012 noch bei 40 % lag (das sind ebenfalls circa 50% weniger).

    Generell ist die Frage, ob bei PISA 2022, wegen der Corona-Pandemie nicht noch viel mehr Gesundheit und Wohlbefinden der Schüler:innen betrachtet und diskutiert hätte werden müssen?

    Angst- und Stressfaktoren durch die Pandemie; Depressionen durch Einsamkeit während des Homeschoolings, ebenso wie ein Mangel an ausgleichenden Freizeit-Aktivitäten und sich möglicherweise entwickelte Computer- und Mediensucht?    

    Laut OECD-Berlin gaben 45% der Schüler:innen in PISA 2022 an, dass sie sich nervös oder unruhig fühlen, wenn sie ihre digitalen Geräte nicht griffbereit haben – grenzt das schon an Suchtverhalten? 65 % berichteten von Ablenkungen durch digitale Geräte, zumindest in einigen Mathestunden.  

    Die Daten, laut PISA-Länderprofil Deutschland, Seite 7, zeigen auch, dass sich in Bildungssystemen, in denen die Leistungen auf hohem Niveau geblieben sind, sich das Zugehörigkeitsgefühl der Schüler:innen verbessert hat, sie sich tendenziell sicherer fühlen und weniger mit Mobbing und anderen Risiken an ihrer Schule konfrontiert sind. Dennoch geben etwa 21 % der Mädchen und Jungen an, mindestens ein paar Mal im Monat Opfer von Mobbing zu sein.   


    Laut dem Buch “Visible Learning” (2018, Tabelle von Seite 143) und der Studien von Klaus Zierer und John Hattie, welche auf 1.400 Meta-Analysen beruht, sind die schädlichsten Faktoren, also die “Verhinderer” für gute Schulleistungen:   

    • Angst (-37)  
    • ADHS (-0,90)  
    • Depressionen (-35)  
    • Langeweile (-0,49)  
    • körperliche Züchtigung im Elternhaus (-33)  
    • Unbeliebtheit in der Klasse (-23) (dieser Punkt steht auf einer anderen Buchseite)  
    • Fernsehen (-15)  

    „Fernsehen“ dürfte heutzutage durch „Digitale Endgeräte, Online-Spiele und -Medien“ ersetzt werden können und die Negativwirkung deutlich stärker ausfallen. Während der Corona-Pandemie nahmen Angst, Depression und Langeweile sowie Züchtigungen im Elternhaus zu, was verschiedene Studien aufzeigen, etwa die COPSY-Studie des UKE-Hamburg 2020 oder DAK Kinder- und Jugendreport 2022

    „Absolut wahrscheinlich ist, dass sich durch hohen und ablenkenden Medienkonsum (auch im Unterricht), Angst, Langeweile, etc. sowie körperliche Gesundheitseinschränkungen und psychisches Unwohlsein die Leistungen generell verschlechtern – möglicherweise auf Dauer“! (Braun-Speck)


    Ohne all dies zu beachten, fordern Politik und Bildungswissenschaftler infolge der schlechten PISA-Ergebnisse in 12/2023 Maßnahmen, die sich vor allem um Schüler:innen mit Migrationshintergrund drehen.   

    Die ehemalige KMK-Präsidentin und amtierende Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, Karin Prien, sagte in der Debatte des schleswig-holsteinischen Landtags am 13.12.2023, die Lösung sei: In die Qualität des Lehrkraftberufes zu investieren, da es insbesondere in Mathematik an Unterrichtsqualität mangelt. Auch die Langeweile im Unterricht würde für wenig Interesse und damit schlechtere Leistungen sorgen. Das ist in Bezug auf Gymnasiasten sicherlich eine gute Antwort. Andere Politiker fordern mehr Zeit und Ressourcen für die Basiskompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen und vor allem: mehr Wiederholungen.   

    Wiederholungen? Aber keine Kreativitäts- und Begabtenförderung? Zukunfts- inklusive Medienkompetenzförderung? Recherchieren, Informationen verstehen und wiedergeben?    

    Insbesondere die Wünsche von Politikern nach mehr Wiederholungen halten einige Autoren:innen des Buches für kontraproduktiv! Denn dies würde bedeuten, dass es mehr Wiederholungen für ALLE Schüler:innen geben würde, denn differenzierter Unterricht ist mehr theoretischer Traum, anstatt Realität. Als Vorsitzende unseres Vereins erreichen mich (Autorin von diesem Beitrag) seit mehr als 10 Jahren immer im September und Oktober eines Jahres die meisten Hilferufe von Eltern.   

    Von Eltern, deren besonders interessierte und begabte Kinder gerade eingeschult wurden und sofort frustriert sind. Denn Kinder, die vielleicht schon bei der Einschulung lesen, schreiben und rechnen konnten oder es aufgrund ihrer schnellen Auffassungsgabe sehr schnell gelernt haben und dann in der Grundschule sitzen und die gleichen Aufgaben machen müssen wie Schüler:innen mit Migrationshintergrund und Deutsch als Zweitsprache (DAZ), langweilen sich nicht nur, sondern ziehen sich innerlich zurück, verweigern die Mitarbeit, werden teilweise aggressiv oder depressiv.  

    Mit noch mehr Wiederholungen für ALLE Schüler:innen wäre ein unfassbar großer Fehler!

    Eine Idee, um die Leistungen der Schüler:innen wieder verbessern zu können, wäre beispielsweise ein Abspecken der – überfrachteten – Lehrpläne um 20%. Denn diese enthalten generell zu viel realitätsfernes Wissen, welches Schüler:innen kaum oder gar nicht auf ihre zukünftige Lebens- und Arbeitswelt vorbereitet.

    „Dieser neue Freiraum würde mehr Zeit für individuelles und projektorientiertes Lernen, beispielsweise an 4plus1-Projekttagen ermöglichen. An diesen könnten externe Bildungspartner eingebunden werden, um auch dem Lehrermangel entgegenwirken zu können. Darüber hinaus würde dies auch zu einer Belastungs- und Stressreduktion aller an Schule Beteiligten beitragen, was sich mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls sehr positiv auswirken würde. Denn nur ein stressfreier Geist kann fliegen lernen“ (Susanne Braun-Speck, 12/2023)!   


    Ausblick auf PISA 2025:   

     Laut OECD wird sich die PISA-Erhebung 2025 vorrangig auf die Erfassung natur- und umweltwissenschaftlichen Kompetenzen (kurz: NAWI) mit Nachhaltigkeitsbezug konzentrieren. Zusätzlich werden zwei neue Bereiche eingeführt: Fremdsprachenkompetenz und Lernen in der digitalen Welt.    

    Die Inhalte des natur- und umweltwissenschaftlichen PISA-Tests beziehen sich im Grunde genommen auf Nachhaltigkeitsziele. Die im Framework genannten Themen lassen sich teilweise direkt den SDGs (Sustainable Development Goals der UN) zuordnen. Beispiele:   

    • Gesundheit und Krankheit > SDG 3 (Gesundheit & Wohlbefinden), SDG 6 (sauberes Wasser)
    • natürliche Ressourcen > SDG 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion), SDG 16 (Leben an Land)
    • Umweltqualität (einschließlich Umweltbelastungen und Klimawandel) > SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz)  

    Gemäß Framework “Lernen in der digitalen Welt” wird in dem Testbereich die Fähigkeit der Schüler:innen untersucht, wie gut sie in einem iterativen (wiederholenden, schrittweisem) Prozess ihr Wissen mit digitalen Werkzeugen erweitern und Probleme lösen können.  Der Test- bzw. Erhebungsbereich „Fremdsprachenkompetenz“ wird die wichtigsten Sprachkompetenzen beinhalten, die zum Studieren und Arbeiten in einer globalisierten Welt benötigt werden.  

    Wie Schüler:innen darauf vorbereitet werden können?    

    Dazu gibt es unzählige Ansätze und Ideen im Buch „Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule“, basierend auf Medienkompetenzentwicklung / Digitale Bildung sowie BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung).  Außerdem liegt den Autoren:innen Kreativitäts- und Begabtenförderung am Herzen, wozu im Buch ebenfalls diverse Beiträge geschrieben stehen.

    Mehr Infos dazu unter: https://sii-talents.de/buch-nbns/


     

    Heute wurde der Deutsche Schulpreis der Robert Bosch Stiftung in Berlin verliehen und die Vorstandsmitglieder des Vereins sii-kids & -talents e.V. aus Reinfeld freuen sich mit. Denn: eine von sechs ausgezeichneten Schulen, ist die “Berufliche Schule ITECH Elbinsel Wilhelmsburg” in Hamburg, welche mit dem Verein verbunden ist.

    Schulleiterin Monika Stausberg und ihre Kollegen:innen Sandra Meyer, Ulrich Stritzel sowie Heiko Meiwes sind Mit-Autorinnen des kostenfreien Community-Buches “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule”, welches der Reinfelder Verein im Sommer 2022 herausgegeben hat.

    “🎉🥳 Herzlichen Glückwunsch! Klasse Sache, so tolle Mit-Autorinnen zu haben, die wissen wie SchuleNeuDenken geht”, meint Susanne Braun-Speck, Hauptautorin und Vereinsvorsitzende. “Die Vier haben mit mir im Buch die digitalen Themen abgedeckt. Unsere Beiträge haben wir auch untereinander Korrektur gelesen, da wir halt vom Fach bezüglich digitaler Bildung sind.”

    Ebenfalls freut sich der Verein mit, dass eine Grundschule aus SH gezeigt hat, wie Inklusion funktioniert und ebenfalls einen Deutschen Schulpreis erhalten hat. Wie der Zufall es wollte, hat die Vereinsvorsitzende heute früh dazu einen Beitrag auf der BNE-digital geschrieben – schau hier.


    Im Buchbeitrag “Hybride Lernwelten – #dieZukunftImNacken” von Monika und Ulrich folgt eine Inspiration für alle, die sich auf den Weg machen, Schule 4.0 und Bildung für das 21. Jahrhundert gestalten zu wollen. SkiL@ITECH (selbstverantwortetes, kompetenz-orientiertes, individualisiertes Lernen) und digITECH (unser Digitalisierungskonzept) verknüpft mit hybriden Lernwelten, machen diese digitale Transformation in der Beruflichen Schule ITECH Elbinsel Wilhelmsburg (Hamburg) möglich!

    Im Beitrag “Agilität in Schulen – ein Praxisbeispiel agiler Unterrichtsgestaltung von Sandra und Heiko geht es um nachhaltige Bildung. Es heißt einleitend: “Lernen in der beruflichen Bildung ist dann nachhaltig, wenn es die Lernenden auf die Arbeitswelt der Zukunft vorbereitet. Wir sprechen heute von „21rst century skills“ und „Arbeit 4.0“, womit ein Wandel der Arbeitswelt beschrieben wird, der mit digitaler Transformation verbunden ist.”

    Nun: Diese Konzepte sind ein großer Bestandteil der von der Bosch-Stiftung ausgezeichneten Arbeit! Siehe Website und Video von der Preisverleihung ab circa der 60. Minute.

    Vereinsvorsitzende Susanne hat mehrere Beiträge des Buches geschrieben, u.a. die Einleitung zu dem Kapitel mit digitalen Themen. Erster Titel: Nachhaltige digitale Bildung – wie sieht diese aus? Einleitend heißt es darin: “Die digitale Transformation ist ein Megatrend – sie wird unsere ganze Gesellschaft nachhaltig umformen und beeinflusst unser komplettes Privat- und Arbeitsleben! Entsprechend haben wir viel zu lernen, müssen umdenken, neudenken, uns mitentwickeln – ob wir wollen oder nicht! Auch in Schulen.”

    Mehr Infos zum Buch inkl. kostenfreien Download gibt es hier.

    In unserem Buch steht u.a. umfangreich geschrieben, wie das Konzept der Berufsschule ITECH funktioniert!

    Das Video:

     

    Endlich ist es so weit! Unser Community-Buch “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule” (#BuchNBNS) steht jetzt auch als Flip-Book bereit (Version 2022) und lässt einen Blick ins Buch zu. Angezeigt werden Cover und einleitende Seiten, sowie jeweils die ersten beiden Seiten der Einzelbeiträge unserer 19 Autoren!

    Mehr zum Buch siehe Extraseite.

    Am 31.3.2023 fand in Hamburg das SynaIT Symposium für nachhaltige Bildung in der IT statt. Veranstalter waren die Berufliche Hochschule Hamburg und der IT-Executive-Club. Vereinsvorsitzende und Referentin Susanne Braun-Speck war als Moderatorin eines der World-Café-Workshops dabei! Auf dem Foto oben ist sie beim Pitch zu sehen – bei diesem stellte sie ihr Thema “Nachhaltigkeit in der IT” vor.

    Ziel des Symposiums war es, Vertreter der Bildungsszene zusammenzubringen, um über nachhaltige Bildung in der IT zu diskutieren, Partnerschaften zu knüpfen und gemeinsame Konzepte zur Verbesserung auszuarbeiten. Besonders wichtig war es uns, das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten, um eine Basis für einen konstruktiven Austausch und gemeinsame Initiativen zu schaffen.

    96 engagierte Teilnehmende und -gebende aus dem Bildungssektor und der Wirtschaft kamen hybrid (etwa 90% vor Ort) zusammen, um Ideen und Konzepte zur Verbesserung der nachhaltigen IT-Bildung von morgen zu entwickeln. Dabei waren nicht nur Hamburger, sondern Personen aus 6 Bundesländern; zwei reisten aus Berlin an und saßen mit König Charles, welcher gerade in Deutschland zu Besuch war, im Zug.

    In verschiedenen Workshops wurden Themen wie:

    1. Kompetenzorientierung und Prüfen in der IT
    2. Berufs- und Studienorientierung für die IT-Berufe,
    3. Nachhaltigkeit in der IT (Ideen zu BNE und SDG4 wurden gesucht)
    4. und das Pflichtfach Informatik diskutiert.

    Die Eröffnungsreden hielten Veranstaltungsleiter Hennig Klaffke (BHH), Insa Sjurts (Präsidentin der BHH) sowie Sven Heinsen (IT-Executive Club HH). Referenten / Workshopleiter waren Julia Freudenberg (Hacker School), Monika Stausberg (Berufliche Schule ITECH), Susanne Braun-Speck (sii-kids & talents e.V. / Media4Schools),  Sören Schütt-Sayed (Techn. Uni HH) und Veranstaltungsleiter Hennig Klaffke.

    Die lebhaften Diskussionen haben gezeigt, dass es ein großes Interesse gibt, die IT-Bildung nachhaltiger und qualitativ hochwertiger zu gestalten. Ergebnisse wurden auf TaskCards festgehalten.

    Besonders nett war auch das Networking. Unternehmen, Hochschulen, Behörden, Schulen, Bildungsinitiativen, Stiftungen, Verbände sowie Studierende fanden sich mehrfach in der Aula zusammen, um gemeinsame Vorstellungen und Vorhaben im Bildungssektor zu diskutieren und sich auszutauschen. Es wurden viele neue Kontakte geknüpft und die Teilnehmer sind sich sicher, dass sie in Zukunft Schnittstellen haben werden, an denen sie zusammenarbeiten können. Für diesen Zweck gibt es die namentlich gleiche LinkedIn-Gruppe.

    Von dem thematisch passenden, in 2022 erschienenem Community-Buch “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule” waren die Autorinnen Monika Stausberg und Susanne Braun-Speck dabei!


    Ein World-Café ist eine Methode des moderierten Austauschs, die auf eine kreative und interaktive Art und Weise den Austausch von Ideen und Meinungen ermöglicht. Der Fokus liegt auf der kollektiven und konstruktiven Erarbeitung von Lösungen für eine bestimmte Fragestellung oder ein bestimmtes Problem.

    Es findet in der Regel in einem größeren Raum statt, in dem mehrere kleine Gruppen von Teilnehmern an verschiedenen Tischen zusammenkommen – bei der SynaIT nutzten wir aber einzelne Räume, anstatt die Tische in der Aula. Aufgrund der Tiefe und Weite der einzelnen Themen verzichten wir auch spontan auf den Gruppenwechsel, welcher eigentlich für die Teilnehmer angedacht war.

    Selbst so ein Event veranstalten? Gerne unterstützt Susanne Braun-Speck dabei! Kontakt

    Aus unserem Community-Buch “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule”:

    Fremdsprachliche Kompetenzen eröffnen Perspektiven über die lokale, persönliche Ebene hinaus und ermöglichen Zugänge zur globalen und digitalen Welt des 21. Jahrhunderts.

    Die spanische Sprache wird nicht nur in Spanien, sondern in vielen Ländern Lateinamerikas gesprochen – einer Region, die zum Globalen Süden gehört und häufig im Fokus von Projekten zur nachhaltigen Entwicklung steht. Spanisch ist zudem im gesamten Bundesgebiet an den weiterführenden allgemein- und berufsbildenden Schulen etabliert und stellt in einigen Bundesländern die am häufigsten gewählte 2. Fremdsprache dar. Angebote zur Begabungsförderung im Fach Spanisch liefern somit einen Beitrag zu einer auf Nachhaltigkeit ausgelegten Unterrichts-Entwicklung.

    Fremdsprachlich begabte Schüler:innen lernen schnell, lieben die Abwechslung und sind gerne kreativ. Wie können diese Sprach-Talente nachhaltig in ihrer Potenzial-Entfaltung unterstützt und angeregt werden? Welche Enrichment-Angebote kann ich im Rahmen meiner Möglichkeiten als Spanisch-Lehrkraft im Unterricht verankern, um besondere Sprach-Begabungen in meiner Lerngruppe schon während der Lehrwerks-Phase zu fördern?

    Wer diesen Beitrag lesen möchte, findet ihn ab Seite 230 in unserem Community-Buch “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule”. Der Download des gesamten Buches ist hier möglich, der Download nur des Beitrags zur Begabungsförderung im Spanisch-Unterricht hier.


    Autorin:

    Dr. Roswitha Rogge

    Lehrerin und Fachfortbildnerin für Spanisch in Hamburg

    Ich unterrichte Spanisch an einem Gymnasium in Hamburg und betreue seit 10 Jahren den Arbeitsbereich Spanisch-Fortbildung im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg (Li). In dieser Funktion habe ich die Hamburger Ausgabe des Spanisch-Vorlesewettbewerbs Leo, leo – ¿qué lees? gegründet, den ich seit 2018 in Kooperation mit dem Instituto Cervantes Hamburg veranstalte.

    Neben den Standard-Fortbildungen zu zentralen Prüfungen im Fach Spanisch arbeite ich zu folgenden Interessenschwerpunkten:

    • Begabungsförderung im Fach Spanisch
    • Schulung der Sprachermittlungskompetenz im Spanisch-Unterricht
    • Einbeziehung der Mehrsprachigkeit im Sprachen-Unterricht

    Ein noch nicht begonnenes Arbeitsvorhaben ist die Entwicklung eines Konzepts zum Umgang mit Schüler:innen mit muttersprachlicher Kompetenz im fremdsprachlichen Spanisch-Unterricht (“Español como Lengua de Herencia”).

    Kontakt-Möglichkeiten:

    E-Mail:                               roswitha.rogge@li-hamburg.de

    Website:                            li.hamburg.de/spanisch/

    Soziale Netzwerke:         –

    (Presse-Info, Text und Bilder anfragen per Mail) Schule muss sich ändern, der Lehrkräftemangel ist ein Beispiel dafür, weshalb sich das Bildungssystem neu erfinden muss. Ideen dafür stehen in dem kostenfreien Community-Buch “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule”. Darin gibt es beispielsweise auch Beiträge zum Thema Lehrkräftebedarf und Stress. Neu hier ist dagegen die Idee des 4plus1 sowie des +/- 20% Konzeptes.

    In dem Buch geht es auf rund 390 Seiten um nachhaltige Entwicklung von Schule, um nachhaltige (digitale) Bildung, Future Skills, Draußen-Lernen sowie um Persönlichkeits-, Kreativitäts- und Begabungsentfaltung, Teamentwicklung, starke Schulgemeinschaften etc. mit praxisnahen Ideen sowie Aspekten aus der Psychologie sowie Sozial- und Sonderpädagogik.

    Geschrieben wurde es von 19 Autoren aus der Praxis – Lehrkräften, freiberuflichen Referenten und Fachleuten.

    Als Referentin für digitale Bildung und ehemalige IT-Personalvermittlerin brauchte Susanne Braun-Speck aus Reinfeld (Holstein), Hauptautorin und Herausgeberin des Buches, nicht erst die jüngsten Ergebnisse des Schulbarometers der Robert-Bosch-Stiftung. Sie ahnte schon lange, wohin die Reise beim Lehrkräftemangel geht. Seit 2018 beschäftigt sie das Thema intensiv. Als damalige Elternvertreterin sah sie an der Schule ihrer Tochter, woran es mangelte: an Grundlagenwissen im Bereich IT und Medien. Seitdem engagiert sie sich mit ihrem Verein, dem sii-kids & -talents e.V., noch mehr im Bildungssystem; zuletzt hatte sie im August 2022 das Community-Buch “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule” herausgebracht.

    Als heutige Referentin für digitale Bildung, welche Fortbildungen für Lehrkräfte und Workshops mit Schüler:innen durchführt, weiß sie, wie zielführend und gewinnbringend es sein kann, wenn Externe wie sie selbst mit Lehrkräften in multiprofessionellen Teams zusammenarbeiten oder auch allein Projekttage mit Schüler:innen durchführen.

    Nicht zuletzt daher kommt ihr Vorschlag, Freiberufler & externe Projektanbieter zur Lösung des Lehrermangelproblems einzusetzen.

    Während es durchaus vorstellbar sei und einige Schulleiter von positiven Erfahrungen berichteten, dass Lehramtsstudierende z.B. in Fächern wie Deutsch, Mathematik oder Englisch Nachhilfe geben oder als zweite Lehrkraft im Unterricht unterstützen, hält sie es für notwendig, im MINT- und BNE-Umfeld auf externe Expert:innen zurückzugreifen. Auf Freiberufler und Projektanbieter, wie es in der Wirtschaft seid Jahrzenten üblich ist! Auf freiberufliche Medien- und IT-Experten sowie externe BNE-Projektanbieter, die in Schulen arbeiten. Denn: Freiberufliche Experten sind die einzigen, die auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind; ebenso wie externe Projektanbieter. Diese “Consultants for Schools” könnten und sollten im Bereich der digitalen Bildung, der Schul-IT-Betreuung, der Schulentwicklung, bei Projekttagen und natürlich auch im Unterricht eingesetzt werden.

    Zahlen und Fakten hatte sie dazu bereits im Frühjahr 2022 recherchiert und in ihrem Buchbeitrag genannt. Der Titel des Beitrags lautet: “Fach- & Honorarkräfte für eine nachhaltige Schulentwicklung”. Einleitend steht geschrieben: “Digitalisierung? Lehrkräfte-Mangel? Schüler:innen aus der Ukraine? Wie können der Schulalltag, die digitale Transformation und nachhaltige Schulentwicklung realisiert, wie kann hochwertige, chancengerechte Bildung entsprechend Nachhaltigkeitsziel 4 in Schulen gewährleistet werden? Die Antwort liegt in SDG 17: (Bildungs-) Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.

    Weiter heißt es: “Ohne externe Partner steht das Bildungssystem vor einem beinahe unlösbaren Personalproblem, wie im Laufe dieses Beitrages ersichtlich wird!” Wer alles lesen möchte, kann auf die Website ihres Vereins gehen. Dort wurde der Beitrag im November auch komplett veröffentlicht. Link: https://sii-talents.de/fach-honorarkraefte-fuer-eine-nachhaltige-schulentwicklung/

    Die Umsetzung im Schulalltag könnte durch ein 4plus1- oder auch +/- 20%-Konzept ermöglicht werden.

    Beim 4plus1 Konzept wird einer von 5 Wochentagen zum regelmässigen Projekttag, an dem externe Experten (Freiberufler, Projektpartner) die Schüler:innen in Zukunftskompetenzen unterrichten. Etwa Kompetenzen wie Kreativität, Kollaboration, etc, genauso wie digitales Knowhow und Nachhaltigkeits-Themen. Beispiele dazu befinden sich auch im Community-Buch.

    Beim +/- 20%-Konzept ist das beinahe genauso, aber inklusive des Abspeckens der Lehrpläne um 20% (5 Schultage/Woche sind 100%, 1 Tag davon wird freigemacht für Neues (20%). “Ich denke, wir wissen alle, dass es viel Lernstoff gibt, den die Schüler:innen in ihrem späteren Leben nicht brauchen werden. Dieser soll Platz machen für neue 20% und zwar für zuvor bereits genannte Zukunftskompetenzen.”

    Hintergrund ist auch der Stress für alle Beteiligten!

    “Wenn 1 Tag in der Woche von Externen gestaltet wird, kann das Lehrkräfte und Schüler:innen im Schulalltag entstressen. Denn die Auslöser von Stress, Angst und Sorgen haben sehr viel mit dem Personalmangel und der vielen Arbeit nach dem Unterricht zu tun. Aber alle Beteiligten können nur leistungsfähig sein, Kreativität und Persönlichkeit entfalten und Schulentwicklung betreiben, wenn sie aus dem Dauerstress herauskommen. Und das ist nur möglich, wenn schnellst möglich, alternatives Personal wie etwa Freiberufler und Projektanbieter in Schulen tätig wird.”

    Zum Thema Stress gibt es auch einen Buchbeitrag – geschrieben von Susanne Braun-Speck aus SH und Nils Winkelmann (Lehrer) aus NRW. Kostenfrei ist es als PDF verfügbar, siehe Link: https://sii-talents.de/community-buch-veroeffentlicht/ und als günstiges E-Book bei Amazon (2,99 €), Link: https://amzn.to/3dt98wu

    Lehrkräfte und Schüler:innen stehen im Schulalltag ständig unter Stress. Was sind die Auslöser und welche Folgen haben Stress, Angst und Sorgen für Gesundheit und Wohlbefinden? Wie können alle Beteiligten dennoch leistungsfähig sein, Kreativität und Persönlichkeit entfalten und Schulentwicklung betreiben?

    In diesem Community-Buchbeitrag beleuchten die Autoren Susanne Braun-Speck und Niels Winkelmann ab Seite 31 die Ursachen für Stress, Angst und Sorgen und nennen Lösungsansätze und Ideen, was geändert werden kann. Das erste Feedback dazu kam von einer Schulleiterin: “Toller Artikel, den Ihr geschrieben habt! Genau das ist die Situation, die ich ebenfalls wahrnehme, besonders auch an beruflichen Schulen. Gerade Freitag haben wir über die Notwendigkeit der Verstärkung von Schulsozialarbeit, Coaching und Beratung an Berufsbildenden Schulen gesprochen.” :-)

    Wer diesen Beitrag im Zusammenhang lesen möchte, kann sich das Community-Buch (geschrieben von 19 Autoren) kostenfrei als PDF herunterladen und zwar hier. Als E-Book ist es auf Amazon zum kleinen Preis verfügbar.

    Direkt lesen? Geht auch, siehe unten, aber ohne Statistiken und weitere Bilder.


    Über die Autoren des hier genannten Beitrages:

    Susanne Braun-Speck ist Referentin für digitale Bildung, Vereinsvorstand und -Projektleiterin, sowie Content- & Webentwicklerin, Autorin – aus SH. Seit 1996 bewegt sie sich in der IT- & Medien-Branche, seit 2011 im Schulumfeld, und bringt entsprechend eine große Bandbreite an Erfahrungen mit.

    Kontakt-Möglichkeiten:

    E-Mail:                       s.braun-speck@sii-kids.de
    Website:                    sii-kids.de, media4Schools.de
    Soziale Netzwerke:  LinkedIn, Twitter

    Niels Winkelmann ist Lehrer für katholische Religion, Deutsch und Mathematik sowie WPK / Seminarfach Medien an einem niedersächsischen Gymnasium; Fachredaktionsleiter Religion bei wirlernenonline.de; Ersteller von Kursen für das NLQ. Und auch Autor des Buchbeitrages “Persönlichkeitsbildung”

    Kontakt-Möglichkeiten:

    E-Mail:                      aen.weh@web.de
    Website:                    DigiLog.Blog
    Soziale Netzwerke: Twittter


    Beitragstext “Stress, Angst und Sorgen im Schulalltag”

    Lehrkräfte und Schüler:innen stehen im Schulalltag ständig unter Stress. Was sind die Auslöser und welche Folgen haben Stress, Angst und Sorgen für Gesundheit und Wohlbefinden? Wie können alle Beteiligten dennoch leistungsfähig sein, Kreativität und Persönlichkeit entfalten und Schulentwicklung betreiben? In diesem Beitrag haben wir Ursachen beleuchtet sowie Lösungsansätze und Ideen genannt.

    Positiver Stress setzt Kräfte frei!

    Bei positivem Stress sind wir in Fahrt, hochmotiviert und haben ein Ziel vor Augen, das einen tieferen Sinn hat oder einfach Spaß macht. Positiver Stress beflügelt und lässt uns Unglaubliches vollbringen. Er treibt uns an, lässt uns Hürden überspringen, setzt Endorphine frei und hochbegabte Köpfe strahlen – positive Herausforderungen machen Freude!

    Bei Vielen von uns (Lehrkräften, Schüler:innen und Eltern) ist der Alltag aber von negativem Stress, Angst und Sorgen geprägt. Die Ursachen sind sehr individuell und lassen sich nicht einfach durch Yoga oder andere Entspannungs-Methoden auflösen. Tatsächlich ist der Rat, sich zu entspannen, oft kontraproduktiv, weil er suggeriert, Stress sei nur mit Verhaltensänderung zu lösen. Dabei gibt es jeden Tag systemisch-bedingte Stressauslöser. Entspannung kann Resilienz steigern, packt das Problem aber nicht an der Wurzel. Wir müssen die Perspektive ändern:

    Symptome behandeln ist oberflächlich und bringt wenig. Die Ursachen müssen angegangen werden.

    Stress macht krank und mindert die Leistungsfähigkeit.

    Positiver Stress, aber auch sporadischer negativer Stress ist normal und völlig unproblematisch. Eine dauerhafte Überlastung mindert aber nicht nur die Lebensqualität, sondern kann unsere Gesundheit nachhaltig beeinträchtigen.

    Der Begriff „Stress“ beschreibt, laut Statista.com und der Techniker Krankenkasse, eine natürliche und evolutionär bedingte Reaktion des Menschen auf Bedrohungssituationen. Um einer gefährlichen Lage zu entkommen schüttet der menschliche Körper Stresshormone aus, die kurzfristig die körperliche Leistungsfähigkeit erhöhen, um auf Gefahren für das eigene Leben durch Kampf oder Flucht reagieren zu können.

    Im modernen Alltagsleben sind Kampf und Flucht jedoch höchst selten akzeptable Verhaltensweisen. Die Menschen können in schulischen Situationen auch schlichtweg nicht fliehen – sie müssen aufgrund der Schulpflicht oder des Arbeitsrechts diese Situationen aushalten, ob sie wollen oder nicht. Daher reagieren sie oft mit Reizbarkeit, sind launisch, aggressiv oder „kämpfen“, wenn auch überwiegend verbal – auch gegeneinander oder nach unten innerhalb der Hierarchie.

    Die Folgen von Stress sind vor allem Schlafprobleme, Müdigkeit und eine entsprechend geminderte Leistungsfähigkeit aller Beteiligten. Für Schüler:innen bedeutet das insbesondere schlechte Noten – was den Druck noch mehr erhöht. Burnouts und Depressionen entwickeln sich oft schleichend. Einige Betroffene reagieren mit Hautausschlägen auf Stress; andere bekommen regelmäßig grippale Infekte, Bauchschmerzen oder Magen-Darmprobleme. Stresshormone, die vermehrt ausgeschüttet werden, schaden auf Dauer dem Herz-Kreislauf-System, weshalb vor allem Blutdruck und Schlaganfallrisiko steigen.

    Der Dauerstress von Lehrkräften wird häufig thematisiert. Der Druck auf Schüler wird dagegen unterschätzt und seltener erwähnt. Fakt ist aber: „Unser Körper reagiert in einer Prüfungssituation prinzipiell genauso wie unter Lebensgefahr“, erklärte Veronika Engert, Leiterin der kürzlich am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) gestarteten Forschungsgruppe „Psychosozialer Stress und Familiengesundheit“. Die Nebennieren schütten dann verstärkt Adrenalin und das Stresshormon Kortisol aus – damit wird klar, warum selbst die begabtesten Schüler:innen oft keine guten Noten abliefern können. Angst und Stress hemmen ihre Leistungsfähigkeit!

    Circa 50% der Lehrkräfte & Schüler:innen haben Stresssymptome.

    Bereits 2017 litten, laut einer DAK-Studie, 47% der Schüler:innen unter Stress. Durch die Corona-Pandemie nahm der Stress nochmal erheblich zu, insbesondere aber auch Erkrankungen wie Depressionen. Aktuell löst der Ukraine-Krieg vermehrt Angst aus und erhöht den emotionalen Stress.

    Laut dem Schulbarometer und der Robert-Bosch-Stiftung litten die Lehrkräfte im Frühjahr 2022 unter körperlicher Erschöpfung (62%); etwa die Hälfte nennt als weitere Beschwerden mentale Erschöpfung (46%), innere Unruhe (45%) sowie Nacken und Rückenschmerzen (43%).

    Stressfaktoren und Angstauslöser in Schulen gibt es viele.

    Der sehr lebendige Alltag in der Schule; Lehrpläne und zusätzliche Termine, die einzuhalten sind; der Lautstärkepegel in Klassenzimmern, Stress mit Pubertierenden oder durch Personalmangel; Mobbing und Feindschaften untereinander; besondere Herausforderungen durch (inter-) nationale Krisen; unzählige Kontaktpunkte und Projekte; Entscheidungen im Sekundentakt – all das löst Stress, Angst und Sorgen aus!

    Stress entsteht von morgens bis abends durch unzählige Touchpoints in der Schule, aber auch vor und nach dem Unterricht.

    Im Marketing werden „Touchpoints“ genutzt, um Kontakt zu (potentiellen) Kunden oder Bewerbern herzustellen, um sie zu finden und anzuwerben, zu binden oder zu informieren – auch digital. Touchpoints in Schulen und nach dem Unterricht gibt es viele – sie werden so stark genutzt, dass sie regelmäßig Stress auslösen.

    Alleine der Weg von einem Raum zum anderen, vom Lehrer- zum Klassenzimmer oder zu Fachräumen, besteht aus unzähligen Touchpoints. Besonders in den Unterrichtsräumen ist es oft chaotisch und laut; alle bewegen sich durcheinander. Ängstliche Kinder stehen dann mit dem Rücken zur Wand und wissen nicht, wie sie sich schützen sollen. Lehrkräfte werden ständig von Schüler:innen angesprochen – oder von Kolleg:innen, die „nur kurz mal“ Etwas besprechen möchten. Das stresst.

    Auch im Lehrerzimmer gibt es keine Ruhe, nicht in der Mensa beim Essen, in den Klassenzimmern sowieso nicht. Pausen, die der Erholung dienen sollen, sind kaum möglich. Diese Lebendigkeit lieben einige Lehrkräfte und Schüler:innen besonders. Aber Menschen sind verschieden, nicht alle können das ertragen. Hochsensible Personen und Kinder mit ADHS oder anderen kognitiven Besonderheiten halten das kaum aus.

    Auch nach dem Unterricht hört der Stress nicht auf. Die Arbeitszeit der Lehrkräfte und Schüler:innen (mit ihren Eltern) ist mit Unterrichtsschluss nicht zuende – es stehen Hausaufgaben und Projektarbeiten an; Klassenarbeiten müssen korrigiert, Elterngespräche geführt, an Weiterbildungen teilgenommen werden. Die Arbeitsbelastung ist beinahe stetig zu hoch und um die Arbeit zu erledigen, wird eigentlich Ruhe benötigt.

    Doch: durch die digitalen Touchpoints ist der Stresspegel in den letzten Jahren noch einmal gestiegen.

    Zu den Telefonaten mit Kolleg:innen, Projektanbietern oder Eltern sind unzählige E-Mails hinzugekommen, die kaum noch zu bewältigen sind. Weiterhin gibt es jetzt Lern-Management-Systeme, Messenger- und Chatgruppen, in denen digital kommuniziert wird. Insbesondere Messenger-Gruppen kennen weder Uhrzeit noch Stoppzeichen – hier wird oft wertvolle Zeit für sinnlose, nicht zielführende Themen verschwendet.

    Diese vielzähligen, vor allem digitalen Kontaktpunkte lassen keinen Moment des Herunterkommens, des In-sich-Ruhens und geistigen Erholens zu. Tag für Tag.


    Raumgröße, -klima und -akustik sind oft problematisch

    Lehrer- und Klassenzimmer sind meistens viel zu klein und eng und bieten keinerlei Erholungsmöglichkeit. Rückzugsräume fehlen in der Regel vollständig. Die Bauten sind nicht akustisch gedämmt, der Lärmpegel entsprechend hoch, wodurch eine stetige Reizüberflutung herrscht.

    Wenn also in zu kleinen Klassenzimmern sehr viele Individuen zu nah beisammen sitzen, entweder in stickiger Luft oder zu Corona-Zeiten wegen offener Fenster frierend, dann reicht das schlechte Raumklima schon, um Stress auszulösen.

    Wenn dann noch der Flur zu eng ist (ein Fluchtweg für den Notfall, der laut Sicherheitsbestimmungen freizuhalten ist), um dort Jacken, Mäntel und Sportbeutel aufzuhängen, sind diese Stolperfallen im Klassenraum nicht nur eine Unfallgefahr, sondern auch Stressfaktor, da sicheres Bewegen unmöglich ist! Bedeutet: Jeder Gang vom Sitzplatz zur Tafel löst Stress aus.

    Dazu kommt der Faktor „Mensch“, hier Kinder ab fünf, sechs Jahren, die gemeinsam für eine eindrucksvolle Geräuschkulisse sorgen können. In akustisch nicht gedämmten Klassenräumen kann es schon ohne absichtlich störende Schüler:innen belastend werden. Das ist natürlich auch eine Gewohnheitsfrage, mit der Zeit nehmen viele Menschen Umgebungsgeräusche weniger wahr. Aber grundsätzlich ist der Geräuschpegel in Schulen purer Stress – für Lehrkräfte und Schüler:innen. Geräuschempfindliche, hochsensible Menschen werden dadurch häufiger krank, da sie keine Möglichkeit haben, sich in der Schule davor zu schützen.

    Wohlbefinden und damit eine entspannte Lern- und Lehr-Umgebung gibt es also schon aufgrund der architektonischen Bedingungen kaum.

    Es gibt durchaus moderne Raumkonzepte, die zeigen, dass es anders geht, dass in Schule eine sinnhafte Innenarchitektur möglich ist. Groß, modern, hell und luftig, mit Lerninseln und Chill-Ecken – welch ein Traum! Der Raum als dritter Pädagoge wird spürbar, heißt es in einem Blogbeitrag der Bundeszentrale für politische Bildung. Digitale Endgeräte? Ja, auch die gehören in ein modernes Klassenzimmer, sodass der digitale Raum als „vierter Pädagoge“ wirksam werden kann.

    An dieser Stelle mal bemerkt: Zwar streiten sich die Experten darüber, ob Mobilfunk, WLAN, etc. der Gesundheit schaden oder nicht – die Industrie verneint das natürlich. Aber: Die unmittelbare Nähe zu elektronischen Geräten kann Kopfschmerzen sowie Konzentrationsmangel auslösen und Menschen reizbar machen. Router und WLAN-Verstärker müssen nicht in Klassenzimmern stehen. Bisweilen sitzen Schüler aber direkt vor dem Router oder Verstärker, dabei wird ein Mindestabstand von 1,5 Metern empfohlen. Mehr dazu im Blogbeitrag: https://media4schools.de/wlan-klassenzimmer/


    Schulalltage sind für alle Beteiligten sehr stressig.

    Besonders verbeamtete Lehrkräfte sind in einer sicheren beruflichen Situation und müssen keine Angst vor Jobverlust haben. Dennoch können einige ihren Arbeitsalltag kaum ertragen, da sie im Minutentakt auf ihr Umfeld reagieren müssen.

    Ständig Entscheidungen treffen zu müssen und Unvorhersehbarkeiten zu begegnen, ist psychischer Stress!

    Jede Handlung, die nicht auf einer Routine basiert, erfordert eine Entscheidung, wofür unser Gehirn arbeiten muss. Vielleicht ist es deswegen auch so, dass Lehrkräfte dazu neigen, dozierend vor Klassen zu stehen. Beim Frontalunterricht können sie einer Routine nachgehen, die sie einfach nur abspulen. Routinen sind dazu da, Abläufe und Prozesse auf menschliche Art und Weise zu automatisieren und damit zu vereinfachen. Schon lange (2006) spricht Herbert Gudjons, Professor an der Universität Hamburg, Fakultät Erziehungswissenschaft, daher von der „Lehrerbedürfnis-Befriedigung“, da der Lehrervortrag als Teil des Frontalunterrichts vor allem das Sicherheitsbedürfnis der Lehrenden befriedigt. „Frontalunterricht macht vor allem den Lehrern Spaß“, führt Gudjons aus, und ist in der Breite oft noch die zentrale Unterrichtsform.

    Das, obwohl in Fachkreisen nach der Hattie-Studie der Wert von Frontalunterricht und direkter Instruktion neu diskutiert wurde und wird (siehe Beitrag auf Deutschlandfunk.de). So zeigt besonders der Umgang mit Heterogenität, dass Frontalunterricht im Gleichschritt Lernenden immer weniger gerecht wird.

    Ein konstruktiver Umfang mit Heterogenität […] erfordert neue Lernformen und eine Abkehr vom Frontalunterricht!

    Vor allem leiden Schüler:innen im Frontalunterricht! Es ist eine regelrechte Qual für Kinder und Jugendliche, Stunde um Stunde, 5 Tage in der Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr, zum Stillsitzen und Zuhören gezwungen zu werden, wenn vorne Lehrkräfte stehen, die routiniert strikt nach Lehrplan vorgehen. Dozierenden zuhören zu müssen (auch an der Uni) ist ermüdend (siehe MDR-Beitrag) und deswegen schwer zu ertragen. Und was schwer zu ertragen ist, stresst!

    Es ist purer Stress, als Grundschüler noch den angeborenen Bewegungsdrang von Kindern zu haben, der unterdrückt werden muss. Daran, dass Schüler:innen still und ruhig am Platz sitzen und zuhören, arbeiten Lehrkräfte unaufhörlich – was sie natürlich auch stresst. Regelmäßiges Ermahnen stresst alle Beteiligten und stört den Unterrichtsablauf.

    Kinder sind voller Bewegungsdrang und das ist gut so!

    Bewegung ist gesund und in einer digitalen Gesellschaft, in der viele Kinder nachmittags nicht mehr auf den Spielplatz gehen oder in den Wald laufen, sondern am Handy oder PC daddeln, ist Bewegungsförderung ein Muss. Wie viel schöner wäre das Schulleben, wenn Lehrkräfte ihren Schüler:innen den Freiraum geben könnten, sich genug bewegen zu können und selbst aktiv zu sein?

    Bewegung baut Stress ab und fördert die Konzentration!

    Durch Bewegung und Sport werden Stresshormone wieder abgebaut, es gelangt mehr Sauerstoff in die Zellen und der Stoffwechsel kommt in Fahrt. Während auch Blutzucker und Blutfette weniger werden, steigt die Produktion von Glückshormonen insbesondere Endorphin und Serotonin. Glückliche Schüler:innen zu haben, wie wäre das?

    Auch hierbei kann Bewegung helfen: Da sind noch die lauten und in einigen Jahrgängen (pubertätsbedingt) besonders frechen Schüler:innen, die den Lehrkräften und entspannteren Klassenkameraden:innen fast jeden Schultag zur Hölle machen. Sich untereinander Streiten, Lehrkräfte provozieren und herabwürdigen, herumlaufen, am Handy oder sogar mit einem Feuerzeug spielen – was ist noch so Alltag im Klassenzimmer? Was sind weitere kleine Übel, die den Unterricht für alle zur Qual machen? Bewegung macht Freude, baut Testosteron bei Pubertierenden sowie Stress ab, und fördert die Konzentration.

    Wenn wir wissen, dass das Konzentrationsvermögen bei Kindern bei 10 bis 20 Minuten liegt; bei 16- bis 18jährigen bei 30 Minuten – warum handeln wir anders und fordern täglich von Schüler:innen, dass sie sich stundenlang konzentrieren?

    Doch es gibt noch viel mehr Stress- und Angstfaktoren…

    Lehrpläne zwingen Lehrkräfte dazu, den Stoff durchzuziehen und sich selbst und ihren Schüler:innen ständig Druck zu machen. Dabei verursachen sie nicht nur Stress und Angst, sondern rauben den Schüler:innen auch ihre Kreativität, den Raum zum freien Denken.

    Natürlich setzen die Vorgaben von außen ebenso wie vorgegebene Termine die Lehrkräfte unter Druck. Und es gibt auch Menschen, die ein wenig Druck brauchen, damit sie überhaupt etwas leisten und nicht nur ziellos durch den Alltag trudeln. Zudem leben wir in einer Leistungsgesellschaft, in der wir „abliefern“ müssen. Aber muss das sein? Durch unsere digitale Lebens- und Arbeitswelt sowie ständige Veränderungen ist unser Leben sehr komplex geworden und die alltägliche Informationsflut überreizt uns. Uns – alle Beteiligten im Schulumfeld!

    Doch einige Stressfaktoren sind hausgemacht: Es muss doch nicht sein, dass Schüler:innen auch am Wochenende Hausaufgaben erledigen, eine Arbeit direkt am Montag schreiben oder den Sonntag brauchen, um die Projektarbeiten zu erledigen!? Wir wissen doch, dass Freiraum, Freizeit und Erholung wichtig sind, um leistungsfähig sein zu können.

    Kurzum: Lehrkräfte können durch gut durchdachte Terminierung für Klassen- und Projektarbeiten sowie Hausaufgaben, den Druck und Stress bei Schüler:innen mindern. Sie werden es ihren Lehrkräften danken!

    Ja und dann gibt es noch Stressfaktoren, über die wenig gesprochen wird:

    Mobbing und Feindschaften untereinander.

    Mobbing sind Handlungen mit bösen Absichten, die vorsätzlich durch einen oder mehrere Personen gegen einen Menschen gerichtet sind. Beim Mobbing gibt es mindestens einen Täter, ein Opfer, die Mitläufer und den Rest der Gruppe. Das Opfer ist meistens eine einzelne Person, die sich nicht dagegen wehren kann.

    Während Erwachsene aus Missgunst und Neid, oder weil sie einfach jemanden nicht leiden können, gezielt schlecht über Kollegen reden, sie verleumden und mobben, werden Kinder verbal ausfällig und grenzen Andere aus, weil sie nicht darüber nachdenken; weil sie nicht wissen, was das anrichtet; weil niemand Stopp ruft und eingreift.

    An anderen Stellen in diesem Buch ist darüber umfangreich geschrieben worden – hier findet ihr wichtige Anregungen. Holt euch externe Anbieter ins Haus, falls diese Situationen euch und eure Ressourcen überfordern. Aber lasst es nicht auf sich beruhen, wenn Schüler:innen von anderen ausgegrenzt und gemobbt werden. Hört zu, macht die Augen auf, seht, was passiert und was so ein unsoziales Verhalten aus Eurem Kollegium und den Schüler:innen, minderjährigen Schutzbefohlenen, macht.

    Schulentwicklung sollte mit Teamentwicklung anfangen.

    „Vormachen – Nachmachen“ ist die einfachste Methode des Lehrens und Lernens, entsprechend sollten Lehrkräfte und Schulleitungen mit gutem Beispiel vorangehen:

    Ein Kollegium, das in zwei Lager geteilt ist und sich gegenseitig bekämpft, ist ein enormer Stressfaktor. Lehrkräfte müssen keine Einzelkämpfer sein. Auch muss keine Schulleitung alleine da stehen. Personalführung und Teamleitung sind in Fortbildungen und Coachings lernbar. Jedes Kollegium möchte ein gutes Miteinander, auch wenn der Weg dorthin bisweilen lang ist. Kollegium und Schulleitung haben als Team auf Augenhöhe Vorbildfunktion. Die ganze Schulgemeinschaft muss zusammen daran arbeiten, dass der Schulalltag weniger stressig und angstauslösend ist.

    Gemeinschaft macht uns stark und stressresistent. Alle.

    Wie schön wäre es, wenn bei inhaltlichen Auseinandersetzungen alle sachlich bleiben und zielorientiert an Lösungen arbeiten würden? Anstatt persönlich zu werden? Wie wäre es mit einer positiven Streitkultur?

    Wie gut würden sich Schüler:innen und Eltern fühlen, wenn sie wirklich und tatsächlich, und nicht nur scheinbar, an Veränderungen beteiligt wären? Ja, es gibt Schulen, welche echte Kooperation auf allen Ebenen leben. Aber oft werden Schüler:innen nicht mehr als unbedingt notwendig involviert und Eltern als Gegenspieler betrachtet. Das sorgt für Stress und Angst.

    Wir Lehrkräften sollten uns immer wieder bewusst machen, dass viele Schüler:innen und Eltern Angst davor haben, Kritik zu üben oder auch nur Vorschläge für Veränderungen zu machen. Sie haben Angst vor den Folgen: vor Diskriminierung ihrer Kinder und schlechten Noten.

    Stress, Angst und Sorgen durch Mobbing, Hass und Hetze können durch eine Teamarbeit auf allen Ebenen vermieden werden!

    Worüber noch gesprochen werden muss, ist der Personalmangel sowie die besondere Herausforderungen durch äußerliche Faktoren

    Was haben die Ereignisse der letzten 3 Jahre für Stress, Angst und Sorgen ausgelöst?

    Es gibt immer wieder Zeiten, in denen alle Beteiligten, Lehrkräfte und Schulleitungen, Schüler und Schülerinnen, sowie deren Eltern neuen Herausforderungen gegenüberstehen, die sie selbst nicht ausgelöst oder forciert haben. Corona kam beispielsweise völlig unerwartet und löste neuartige Probleme aus, die ein Höchstmaß an Kreativität und Lösungskompetenz erforderte sowie den Willen und die Offenheit für Neues – für digitale Bildung.

    Plötzlich funktionierte keine Routine mehr – nichts war mehr wie vorher. Der bekannte Schulalltag blieb aus; es gab Lockdowns, welche den Kindern und Jugendlichen ihren gewohnten Tagesablauf nahmen; dafür sorgten, dass sie oft monatelang alleine vor Bildschirmen in ihrem Kinderzimmer saßen, wo viele depressiv und übergewichtig wurden. Lehrkräfte hatten kein „Rezept“ dagegen, ihre wohl bekannten Routinen nutzen hier nichts. In ihrem eigenem Stress konnten sie den Problemen durch „Lockdowns“ und „Corona-Regeln“ kaum pädagogisch wertvoll begegnen und/oder bemerkten viel zu spät, was all das für Schüler:innen auch emotional bedeutete.

    Wer hat sich denn am Anfang darüber Gedanken machen können, als alle Beteiligten an technischen, strukturellen und organisatorischen Lösungen arbeiten mussten, um Homeschooling zu ermöglichen? Wer hat rechtzeitig bemerkt, welche Angst manche Kinder durch Corona hatten und wie Jugendliche unter dem Alleinsein zuhause litten?

    2022 wurden die Folgen statistisch erfasst und ausgewertet. Die Corona-Lockdowns waren Stress, Angst und Sorgen pur, die negativen Folgen wirken auf Jahre!

    Musste es so kommen? Oder hätte mehr Teamarbeit zwischen Lehrkräften und Eltern das besser machen können?

    Es ist absolut unverständlich, dass nicht in jeder Schule die Eltern mit Berufen im Technik-, Informatik- oder Medienumfeld sofort einbezogen wurden. Sie hätten viel mit ihrem Knowhow helfen können; sie hätten Unterricht auf Distanz deutlich erleichtern und stressfreier mitgestalten können. Aber ihr Knowhow wurde nicht abgefragt und sehr selten eingeladen, an Lösungen mitzuarbeiten oder durch Weiterbildungen zu helfen.


    Fachleute aus der Elternschaft in die Schulen zu holen, senkt den Stress und verbindet.

    Jetzt aktuell (Winter 2022/23) haben wir an den Schulen hunderttausende Schüler:innen, welche mit ihren Eltern vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind. Sie fühlen sich oft nicht wohl in dem für sie fremden Land; einige sind traumatisiert, haben Schlimmes gesehen oder selbst erlebt; viele leben in Gemeinschaftsunterkünften und habe keine eigenen „vier Wände“. Diese Schüler:innen sind oft voller Angst und Sorgen (um ihre Familienmitglieder, die in der Ukraine geblieben sind; ihre Zukunft) und empfinden ihre aktuelle Lebenssituation als stressig.

    In der Schule sollen sie nun aber, wie alle anderen, funktionieren und sich eingliedern. Das ist aber insbesondere wegen der Sprachbarriere wirklich schwierig. Genauso ist es schwierig für Lehrkräfte, Schüler:innen mit Deutsch als Zweitsprache (sofern sie überhaupt schon ein Wort Deutsch sprechen) einzubinden und zu lehren.

    Nicht nur ukrainische Geflüchtete sorgen für Herausforderungen und Stress im Schulalltag, sondern natürlich auch all die anderen Kinder und Jugendlichen, die verschiedenste Sprachen sprechen.

    Hier gibt es technische Lösungen, die helfen können. Einige ukrainische Schüler:innen sitzen in Klassenräumen und nehmen dort über digitale Endgeräte am ukrainischen Distanzunterricht teil. Diese werden den ukrainischen Schulabschluss machen, nicht den Deutschen. Nach diesem Distanz-Unterricht müssen die Schüler aber zu den DAZ-Kursen gehen und Deutsch lernen. Andere nutzen im Unterricht phasenweise Übersetzungs-Apps, um Texte zu verstehen und eigene Beiträge zu gestalten. Schritt für Schritt nehmen sie mehr auf Deutsch am Unterricht teil.

    Für andere Lösungen brauchen wir mehr Personal und kleinere Lerngruppen. Aber beides ist nicht einfach so zu bekommen, ganz im Gegenteil: die Situation verschärft sich aufgrund steigenden Lehrkräftemangels und steigender Schülerzahlen.

    Das sorgt für noch mehr Stress, Angst und Sorgen.

    Am Ende geht jeder anders damit um!

    Es gibt Menschen, die begegnen allen Herausforderungen mit Tatendrang und Lösungskompetenz. Sie stürzen sich freudig auf die Probleme und  entwickeln Ideen und Ansätze, wie es gehen kann. Sie blühen in stressigen Situationen sogar auf und sind froh, der langweiligen Routine entkommen zu können.

    Doch die meisten Menschen lieben ihre Routine und sträuben sich gegen aufgedrängte oder notwendige Veränderungen. Einige reagieren aggressiv, sind missgelaunt und teilen verbal aus – bis hin zu Lehrkräften, die Schüler:innen „fertigmachen“. Auch das gibt es, auch wenn Viele darüber nicht öffentlich sprechen wollen.

    Andere reagieren mit Rückzug und entziehen sich der ganzen Problematik, in dem sie sich in Routinen flüchten oder den Stress einfach auf die Schüler:innen übertragen. Dabei kommt dann oft Wochenend-Lernzeit heraus, kurzfristige Abgabetermine, unangekündigte Tests. Das löst Stress, Angst und Sorgen bei den Schüler:innen aus – und ist nicht pädagogisch wertvoll.

    Wem der Stress in Schule zu viel wird, wer Burnout-Symptome hat, wird oft auch lange Zeit krankgeschrieben. Das entlastet die jeweilige Person, doch dadurch wird der Stress für den Rest des Kollegiums und die Schüler:innen noch viel stärker.

    Es müssen unbedingt Lösungen entwickelt werden, welche Stress, Angst und Sorgen bei allen Beteiligten in Schule senken! Denn Fakt ist:

    Stress, Angst und Sorgen machen Geist und Körper krank und ersticken Kreativität und Leistungsfähigkeit; sie nehmen uns Raum und Zeit für freie Persönlichkeitsentfaltung, Schulentwicklung und zielorientiertes, pädagogisch wertvolles Wirken.


    Handlungsoptionen

    Grundsätzlich gilt: Ursachen müssen behoben, anstatt Symptome gemildert werden. Unabhängig von Bürokratie-Abbau sind Ansätze und Ideen folgende:

    Stress im Arbeitsumfeld und Kollegium senken:

    • Stärkt die Gemeinschaft! Setzt dafür auf kollegiale, teamorientierte Zusammenarbeit auf allen Ebenen in Augenhöhe > zwischen Schulleitung und Kollegium, ebenso mit Schüler:innen und Eltern; bindet auch Externe jederzeit, insbesondere in Krisenzeiten, ein.
    • Setzt Personal auf Zeit und externe Fachleute für besondere (IT-) und/oder einfache (Büro-) Aufgaben ein. Es gibt sie, sie sind keine Lehrkräfte, müssen es aber auch nicht sein.
    • Entwickelt gemeinsam Lösungen, anstatt nur Kritik üben.
    • Seid offen für Neues, Veränderungen & lebenslanges Lernen.
    • Handelt konsequent und sofort bei Mobbing und Ausgrenzung, sowohl unter Lehrkräften, wie unter Schülern > es gibt viele externe Anbieter, welche sogar kostenfrei Workshops und Projekttage dazu anbieten.
    • Managt Projekte und Vorhaben digital und strukturiert sie klar, erlernt dafür auch Projektmanagement-Methoden und gebt diese auch an Schüler:innen weiter.
    • Senkt die Anzahl der Touchpoints, vor allem im digitalen Umfeld (z.B. nur das LMS nutzen, nicht auch einen Messenger auf dem Smartphone) und mit klaren Regeln und Zeiten strukturieren; Telefonate vermeiden, da sie oft länger dauern als ein E-Mail-Austausch; etc.

    Stress im Unterricht und bei Schüler:innen senken:

    • Dämmt Klassenzimmer; durch akustische Decken- und Wanddämmungen, Trennwände, Vorhänge, etc.
    • Ermöglicht regelmäßig Bewegungspausen im Unterricht
    • Werdet zum agilen Lernbegleiter, statt ein allwissender Dozent zu sein, der alles bis ins Detail vorbereitet hat.
    • Gestaltet Unterricht für eigenständige Schüler:innen, lockert dafür Lehrpläne und gebt mehr Zeit für freie Entfaltung.
    • Baut den Leistungsdruck bei Schüler:innen ab; durch vorausschauende Terminplanung, keine Wochenendarbeit, weniger inhaltliche Vorgaben, keine künstlichen Wettkämpfe um gute Noten.
    • Schützt hochsensible und krankheitsbedingt unkonzentrierte Schüler:innen (AD(H)S), Hochbegabte, etc.), B. durch das Tragen von schalldämmenden Kopfhörern und das Ermöglichen von Rückzug z.B. in gesonderte Räumlichkeiten.
    • Achtet auch auf Stress, Ängste und Sorgen der Eltern, diese kämpfen oft mit Arbeitsüberlastung und Existenzängsten, was sich auf ihren Stresspegel auswirkt und deren Kinder belastet.

    Du hast weitere Ideen, welche Stress, Angst und Sorgen senkt? Sende sie uns gerne an: community-buch@sii-kids.de


    Quellen: