Am 23. Februar 2026 wurden im Landeshaus in Kiel wieder die Gewinnerinnen und Gewinner des Schülerzeitungswettbewerbs Schleswig-Holstein geehrt. Neun Redaktionen aus Grundschulen und weiterführenden Schulen nahmen ihre Urkunden entgegen.

Alle drei ausgezeichneten Schülerzeitungen in der Kategorie „GMSmO digital“ wurden während ihrer Entstehungszeit im Rahmen des MediaTeams-Programms des sii-talents e.V. unterstützt.

Organisiert wird der Wettbewerb von der Jugendpresse Schleswig-Holstein in Kooperation mit der Jungen Presse Pinneberg sowie dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein. In ihrer Begrüßungsrede betonte Landtagsvizepräsidentin Beate Raudies in Vertretung der Schirmherrin Kristina Herbst die Bedeutung von Schülerzeitungen für Demokratie und Medienkompetenz.

In der Kategorie „Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe und Gymnasien (GMSmO) digital“ wurden ausgezeichnet:


Eine Entwicklung mit Vorgeschichte und einem Projekt zum nachmachen

Erste Online-Zeitung dieser Art war erKant, 2017 vom sii-talents e.V. initiiert. Diese wurde mehrmals auf Landesebene ausgezeichnet – siehe Foto: erKant-Redakteurin Minoka Braun in Landeshaus.

erKant.de ist bislang (unseres Wissens nach) die einzige Online-Schülerzeitung aus Schleswig-Holstein, die auf Bundesebene beim SZWdL ausgezeichnet wurde – und das gleich drei Mal (2x in 2018 und 1x in 2020).

Mit erKant.de wurde erstmals systematisch erprobt, wie digitale Redaktionsarbeit, strukturierte Medienbildung und kontinuierliches Coaching zusammenspielen können. Die dort entwickelten Strukturen und Erfahrungen flossen später in das MediaTeams-Programm ein.

Die nun ausgezeichneten Redaktionen bauen auf diesen Erfahrungen auf – eigenständig, mit eigenen Themen und eigenem Profil, aber auf einem erprobten methodischen Fundament.


Medienkompetenz in Zeiten von KI und Desinformation

Die Bedeutung solcher Redaktionsarbeit wächst. KI-Anwendungen erzeugen Texte, Bilder, etc. in Sekunden. Falschinformationen entstehen schneller denn je. Schülerzeitungen bieten einen Raum, in dem Jugendliche lernen zu Recherchieren, Informationen kritisch zu prüfen, Quellen einzuordnen und Verantwortung für veröffentlichte Inhalte zu übernehmen.

Unsere Vorsitzende hat auch das dazu passende Buch geschrieben – allerdings noch ohne KI-Bezug.

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Jeder Beitrag unterstützt den Aufbau neuer Redaktionen und die nachhaltige Begleitung bestehender Teams. PS: Medienkompetenz entsteht durch Praxis – und durch bestehende Strukturen mit Workshops, etc., die diese Praxis ermöglichen.


Quelle: www.ln-online.de